Grundstück kaufen: Die 10 wichtigsten Punkte

/, Massivwerthaus, Planungstipps/Grundstück kaufen: Die 10 wichtigsten Punkte

Grundstück kaufen: Die 10 wichtigsten Punkte

Ein passendes Grundstück zu kaufen bzw. zu finden, ist die unerlässliche Basis für das Wunschhaus. Diese Entscheidung sollte gut überlegt sein, denn schließlich ist das Grundstück ein erheblicher Faktor, der mit darüber entscheidet, ob man sich in seinem zukünftigen Heim wohlfühlt. Welche Faktoren beim Grundstückkauf entscheidend sind, haben wir im folgenden Beitrag für Sie zusammengefasst.

Die 10 entscheidenden Faktoren beim Grundstückkauf in Österreich

Infrastruktur, Umgebung und Preis

Wie bei jeder Immobilie ist einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren die Lage des Grundstücks. Wenn Sie daran denken, sich ein Grundstück in Österreich zu kaufen, setzen Sie sich im Vorhinein genauestens mit der Umgebung und der Infrastruktur auseinander. Diese Gegebenheiten nehmen zudem einen großen Einfluss auf den Gesamtpreis. Denn je besser die Infrastruktur – wie Verkehrsanbindung, Erreichbarkeit von Schulen und Einkaufsmöglichkeiten – desto höher der Preis. Entscheiden Sie ganz persönlich, wie wichtig Ihnen einzelne Punkte sind. Bei hervorragender Infrastruktur ist zwar der Anschaffungspreis höher, dafür sind später die Kosten für Anfahrtswege und -zeiten z.B. zur Arbeit umso geringer. Beziehen Sie bei der Grundstückssuche alle Vor- und Nachteile mit ein.

Störfaktoren

Wesentlich für die Lebensqualität ist eine störungsfreie Lage. Nehmen Sie sich die Zeit und erkunden Sie mögliche Störungsfelder schon im Vorfeld. Lärm durch Verkehr, Elektrosmog durch Handymasten oder Starkstromleitungen aber auch die Luftqualität, welche z.B. von der Industrie der Umgebung beeinflusst wird, mindern die Lebensqualität beträchtlich. Schließen Sie Störfaktoren von vornherein aus. Beobachten Sie das Umfeld, informieren Sie sich bei der Gemeinde und sprechen Sie eventuell mit der umliegenden Nachbarschaft.

Bauliche Nutzung: Dürfen Sie bauen?

Wenn Sie ein ideales Grundstück in passender Lage gefunden haben, gilt es zu überprüfen, ob dieses überhaupt bebaut werden darf. Denn nicht überall darf auch gebaut werden. Im Regelfall liegt dafür ein Bebauungsplan vor. Daraus geht die mögliche bauliche Nutzung hervor, beispielsweise als Wohnbaufläche, gemischte Baufläche oder gewerbliche Baufläche. Ist das Grundstück als gewerbliche Baufläche deklariert, dann ist eine private Bebauung unzulässig. Sobald dies geklärt ist, geht es an die Baugenehmigung, welche Ihnen die Bebaubarkeit des Grundstücks bestätigt. Doch Achtung! Nach Erhalt der Baugenehmigung sind Sie verpflichtet, innerhalb von vier Jahren zu bauen. Den schriftlichen Antrag für die Baugenehmigung, inklusive aller Bauunterlagen, müssen Sie bei Ihrer zuständigen Gemeinde einreichen.

Größe des Hauses und des Grundstücks

Natürlich gibt es in der Bauordnung auch bestimmte Größen einzuhalten. Einen wichtigen Parameter bildet der Mindestabstand zur Grundstücksgrenze; dieser muss beidseitig mindestens drei Meter sein. Je nach Größenvorstellung Ihres Hauses müssen Sie dies mitberechnen. Wenn Ihr Haus beispielsweise eine Breite von 10 Meter haben sollte, dann empfiehlt sich eine Mindestbreite des Grundstückes von 16 Metern.

Ausrichtung der Himmelsrichtung

Wenn Sie Wert auf ein energie-effizientes Haus legen, ist es wichtig, die optimalen Voraussetzungen schon beim Grundstückkauf zu beachten. Bei einem Sonnenhaus ist z.B. eine Südlage und eine Ausrichtung gegen Süden Voraussetzung. Auch bei einem Passivhaus ist für die Nutzung der Sonne als passive Energiequelle eine Südlage optimal. Im Gegenzug dafür sind die Anschaffungskosten für Grundstücke mit Südlage etwas höher.

Hangneigung

Die Hangneigung kann erheblichen Einfluss auf die Baukosten haben. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ebene Grundstücke günstiger und einfacher zu bebauen sind. Hanglagen dagegen können bei der Bebauung Probleme mit sich bringen, welche sich auf die Bebauungskosten auswirken, da Stützmauern oder Rampen notwendig sind. Bei steiler Lage kann auch ein Keller durchaus Sinn machen. Der große Vorteil von Hanglagen ist aber der herrliche Panoramablick, der sich meist daraus ergibt. Es gilt ein Für und Wider abzuwiegen.

Bodenbeschaffenheit

Normalerweise ist bei Einfamilienhäusern die Tragfähigkeit des Bodens immer ausreichend. Allerdings können Sonderfälle wie felsige Untergründe oder sumpfige Böden zu Problemen führen. Informieren Sie sich im Vorfeld über eventuelle Probleme mit dem Grundwasser bei ansässigen Nachbarn. Der Grundwasserspiegel kann nämlich stark schwanken und mit zusätzlichen Drainagemaßnahmen verbunden sein.

Erschließung

Damit ein Grundstück für den Hausbau nutzbar wird, muss es vorher aufgeschlossen werden. Das heißt, es braucht Strom, Wasser bzw. Abwasser, Telefon bzw. Internet und vielleicht sogar Gas bzw. Fernwärme. Dies hängt vom gewünschten Heizsystem ab. Außerdem benötigt es auch eine Hauszufahrt. Manche Grundstücke sind teilweise oder bereits ganz aufgeschlossen. Klären Sie im Vorfeld ab, ob dies bei Ihrem Wunschgrundstück auch der Fall ist. Dies kann Ihnen erhebliche Kosten ersparen. Mit welchen Kosten Sie hier rechnen müssen, haben wir in unserem Beitrag Grundstück erschließen zusammengefasst.

Nachbarschaft

Eine sympathische Nachbarschaft kann das Wohlfühl-Gefühl in Ihrem neuen Zuhause wesentlich erhöhen. Bei einem ersten Kennenlernen können Sie die Gelegenheit auch gleich nutzen, um sich über die Bodenbeschaffenheit und Umgebung zu informieren. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, die zukünftigen Nachbarn kennenzulernen, bevor sie das Grundstück kaufen.

Bauchgefühl

Wenn Sie alle Parameter abgewogen und überprüft haben, bleibt nur noch Ihr Bauchgefühl. Denn schließlich möchten Sie sich in Ihrem neuen Zuhause wohlfühlen. Wenn die Bewertung der sachlichen Informationen und Ihr Bauchgefühl zu demselben Ergebnis kommen, haben Sie das richtige Grundstück gefunden. Gratulation – Ihrem Traumhaus steht nichts mehr im Wege!

Resümee: Informieren Sie sich im Vorfeld genau. Nicht nur bei der Gemeinde. Auch vor Ort empfiehlt sich eine mehrfache Prüfung. Befragen Sie Nachbarn und besichtigen Sie das Grundstück zu unterschiedlichen Tageszeiten, Wetterlagen und – wenn Sie länger im Voraus planen – zu unterschiedlichen Jahreszeiten. So bleiben Ihnen böse Überraschungen erspart und Ihrem Traumhaus in bester Lage steht nichts mehr im Wege.

Wie Sie sehen, gibt es viele Faktoren beim Grundstück-Kauf zu beachten. Damit Sie dabei den Überblick behalten, haben wir für Sie die „Checkliste Grundstück kaufen“ erstellt. Darin finden Sie alle Punkte übersichtlich in einer Liste zum Abhacken. Diese Liste bekommen Sie kostenlos mit unserem Hausbau Starterpaket. Damit erhalten Sie zusätzlich als Unterstützung auch noch einen Gutschein von 200,- Euro für die Entwurfsplanung, eine Checkliste für die Entwurfsplanung und unseren Ziegelhaus Ideen Katalog als PDF zur Inspiration. Das Paket können Sie sich hier holen.

Wenn Sie Ihr Grundstück schon gefunden haben, dann kontaktieren Sie direkt unsere Baumeisterpartner! Diese übernehmen gerne die Planung und Errichtung Ihres Hauses auf Ihrem Wunschgrundstück!

Mit massiv schönen Grüßen

Ihr Wienerberger Massivwerthaus Serviceteam!

By |2019-02-10T09:23:37+00:0024.01.2019|Baukosten, Massivwerthaus, Planungstipps|Kommentare deaktiviert für Grundstück kaufen: Die 10 wichtigsten Punkte