Kühl planen und bauen – wie man sich gegen die sommerliche Hitze rüstet!

/, Massivwerthaus, Planungstipps, Uncategorized, Wohngesundheit/Kühl planen und bauen – wie man sich gegen die sommerliche Hitze rüstet!

Kühl planen und bauen – wie man sich gegen die sommerliche Hitze rüstet!

Die sommerliche Hitze ist meist eine hohe Belastung für den Körper. Steigen die Temperaturen auf über 30 Grad, so wird es für den menschlichen Organismus immer schwieriger klar zu kommen. Ein kühles Zuhause ist der ideale Ort diese Belastung zu umgehen. Genau deshalb sollten Sie sich schon in der Planungsphase dem Thema Sommertauglichkeit widmen. Schließlich möchten Sie sich in Zukunft auch im Sommer in Ihrem Traumhaus wohlfühlen. Wir haben für Sie kurz die wichtigsten Faktoren zusammengefasst, die es bei der Sommertauglichkeit zu beachten gilt:

Unter der Sommertauglichkeit eines Raumes versteht man seine Eigenschaft während einer Hitzeperiode nicht zu überhitzen, das heißt, die empfundene Raumtemperatur darf eine bestimmte Grenztemperatur nicht überschreiten. Die Grenze für die empfundene Raumtemperatur ist in Österreich normativ mit 27 Grad Celsius am Tag bzw. 25 Grad in der Nacht festgelegt.

Moderne Architektur mit großem Glasflächenanteil sowie auch der messbare Trend zu höheren Außentemperaturen im Sommer, machen es erforderlich, der Sommertauglichkeit mehr Beachtung zu schenken. Die zwei wesentlichsten Faktoren, die ein kühles Zuhause ermöglichen, sind einerseits die massive Bebauung von Wänden und Decken und andererseits die Beschattung.

Masse ist klasse

Eine besonders wichtige Rolle beim Sommerverhalten von Räumen spielen die Wände und Decken. Sie sind die Basis für ein angenehmes und natürliches Temperaturverhalten. Massive Wände und Decken aus Ziegel sind aufgrund ihrer hohen speicherwirksamen Masse in der Lage, tagsüber große Mengen an Wärme aufzunehmen und diese in der Nacht wieder abzugeben. Sie sorgen somit für ein ausgeglichenes Raumklima.

Die Masse ist aber nicht nur im Sommer klasse. Auch im Winter leisten massive Wände und Decken einen wichtigen Beitrag zum Raumklima und helfen beim Energiesparen. Wärme, die an sonnigen Wintertagen durch solaren Energieeintrag über Fenster oder Wintergarten gewonnen wird, wird in massiven Bauteilen mit hoher speicherwirksamer Masse gespeichert. In den Nachtstunden wird diese Wärme wieder an den Innenraum abgegeben und sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima. Deshalb ist die massive Bauweise nicht nur bei Außenwänden sondern auch bei Innenwänden sehr zu empfehlen und dem Leichtbau deutlich vorzuziehen.

Beschattungsanlagen

Großzügige Fensterflächen sind in der heutigen Architektur nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen lichtdurchflutete Räume mit Weitblick und spenden durch genügend Sonnenlicht im Winter kostenlose und natürliche Wärme. Eine sehr schöne Auswahl über die verschiedensten Designmöglichkeiten finden Sie unter katzbeck.at! Doch dem Vorteil des Winters muss in der Planung auch im Sommer Rechnung getragen werden. Denn die größte Wärmequelle eines Hauses sind im Sommer die Fensterflächen. Deshalb gilt es, darauf das Hauptaugenmerk zu legen. Eine Beschattung ist bei einer Südausrichtung unumgänglich. Ohne diese wird das Haus unbewohnbar. Natürlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Wir möchten Ihnen im Folgenden die Wichtigsten kurz erläutern.

 Jalousien und Raffstores

Die häufigste und effizienteste Beschattungsanlage ist die Außenjalousie. Die Lamellen verhindern die Einstrahlung der Sonne. Trotzdem kann Licht in den Raum strömen und der Blich nach Außen ist möglich.  Der Unterschied zwischen Raffstore und Jalousie liegt in den breiteren Lamellen – sind diese breiter als 50 Millimeter spricht man von Raffstore. Eine sehr umfangreiche Auswahl unterschiedlichster Beschattungsanlagen finden Sie unter Hella.info!

Jalousien in den Scheiben

Eine etwas komfortablere Variante bei Terrassen ist die Jalousie in den Scheiben. Dabei können Sie bei geschlossener Jalousie ungehindert die Terrasse betreten. Jedoch hat diese Variante einen geringeren Wirkungsgrad gegenüber der Außenjalousie.

Markisen

Die Markise bietet freie Sicht und keine Hindernisse beim Gang in den Garten. Weit ausladende Konstruktionen beschatten neben den Fenstern auch die Terrasse. Ein Nachteil ist allerdings die Empfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen, besonders Wind. Das Ausfahren der Markise in Abwesenheit (z.B. tagsüber während der Arbeit) ist deshalb riskant.

Kombination: Jalousien/Markisen

Eine sinnvolle Variante erscheint hier die Kombination aus Jalousien und Markisen zu sein. Bei Abwesenheit übernimmt die Außenjalousie die Beschattung Ihrer Fenster. Allerdings können Sie nach der Arbeit und an den Wochenenden die Jalousien öffnen und die Beschattung den Markisen überlassen. Wenn Sie etwas mehr Komfort wünschen, können Sie diese auch elektrisch betreiben.

Rollladen

Eine günstigere Alternative sind Rollladen. Diese vermögen den Raum erheblich zu verdunkeln. Für Pflanzenliebhaber ist dies Variante eher nicht zu empfehlen.

Innenbeschattung

Eine Innenbeschattung hat einen sehr geringen Wirkungsgrad und ist deshalb bei Südseitenfenstern nicht zu empfehlen.

Natürliche Beschattung

Beschattung durch andere Bauteile

Ein Dachüberstand, ein Erker oder ein Balkon können die Beschattung auf natürliche Weise übernehmen – dies ist eine ideale Lösung. Bei einer gut durchdachten Planung kann es gelingen, dass im Sommer die Fenster beschattet werden und im Winter nicht. Denn im Winter möchte man die gewünschten solaren Energiegewinne der Sonne doch nützen. Durch die unterschiedliche Höhe der Sonne – sie steht im Sommer hoch und im Winter tief –  fallen die Sonnenstrahlen in unterschiedlichen Winkeln auf die Fenster. Bei der Planung einer solchen Bauausführung sind jedoch ein paar Dinge zu beachten und zu berücksichtigen.  Sprechen Sie mit unseren Qualitätsbaumeistern darüber, gerne wird Sie dieser bei der Planung zum Thema Beschattung beraten.

Natürliche Beschattung durch Bäume.

Die natürliche Beschattung durch Bäume ist sicher die schönste Variante. Jedoch müssen dafür einige Parameter erfüllt sein. Der Abstand zum Gebäude und die Höhe des Baumes sind entscheidend. Außerdem eignen sich nur Laubbäume, da Nadelbäume im Winter die Räume zu sehr abdunkeln.

Wenn Ihr Baugrund den geeigneten Baum aufweist, ist dies sicher eine Überlegung wert. Sprechen Sie bereits bei der Grundstücksbesichtigung mit unseren Qualitätsbaumeistern darüber.

Technische Kühlungsanlagen

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Kühlung technisch zu lösen. Sind diese bereits in der Heizungsanlage miteingeplant, ist es möglich mit Wärmepumpen zu kühlen.  Wenn Sie von Haus aus eine Wärmepumpe als Heizungsanlage planen, dann sprechen Sie mit Ihrem Baumeister Partner auch gleich über das Thema Kühlung. Nähere Produktinformationen finden Sie unter Hoval.at oder Viessmann.at! Gerade im Einfamilienhaus ist dies sehr einfach umzusetzen und deshalb durchaus eine Überlegung wert.

Möchten Sie mehr zum Thema Bauen erfahren, dann bestellen Sie sich doch unser Magazin Lebenswert Bauen. Oder sind Sie auf der Suche nach Ideen für Ihr Haus, dann blättern Sie doch durch unseren Ziegelhaus Ideen Katalog. Beides können Sie hier kostenlos anfordern!

Massiv schöne Grüße

Ihr Wienerberger Massivwerthaus Team

Blog_Banner

About the Author:

Leave A Comment