Sommerlicher Hitzeschutz für Ihr Haus

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Sommerlicher Hitzeschutz für Ihr Haus

Gerade in einer Hitze-Phase merken wir, wie wichtig ein kühles Zuhause sein kann. Denn wenn die Temperaturen über 30 Grad klettern, wird dies zu einer hohen Belastung für den Körper. Während der heißen Sommermonate ist ein kühles Zuhause der ideale Rückzugspunkt. Doch gerade die moderne Architektur, bei der bevorzugt große Fensterflächen zum Einsatz kommen, benötigt besonders gut durchdachte Planung, damit das zukünftige Zuhause auch sommertauglich ist. Unter Sommertauglichkeit eines Hauses versteht man seine Eigenschaft, während einer Hitzeperiode nicht zu überhitzen. Dabei darf die empfundene Raumtemperatur normativ von 27 Grad Celsius am Tag bzw. 25 Grad in der Nacht nicht überschreiten. Wir haben für Sie kurz die wichtigsten Faktoren zusammengefasst, die es bei der Sommertauglichkeit zu beachten gilt:

Massive Wände und Decken

Ein entscheidender Faktor für ein angenehmes Raumklima ist die speicherwirksame Masse. Massive Wände und Decken können tagsüber große Mengen an Wärme aufnehmen und diese in der Nacht stückchenweise wieder abgeben. Für das Sommerverhalten ist dies besonders wichtig und sorgt so für ein natürliches Temperaturverhalten. Umso größer die Masse ausfällt desto größer ist dieser Effekt. Deshalb lohnt sich gerade für den sommerlichen Hitzeschutz ein dickes Mauerwerk. Damit kann ein gefürchtetes Barackenklima im Sommer ohne Probleme verhindert werden. Ideal für die massive Bauweise sind Ziegelwände mit einer Dicke von 50 cm. Der POROTHERM 50 H.i oder der POROTHERM 50 W.i mit integrierter Dämmung eignen sich für die einschalige Bauweise ganz besonders.

Doch damit profitieren Sie nicht nur im Sommer. Auch im Winter sorgt das einschalige Ziegelmauerwerk für ein angenehmes Raumklima bei geringen Heizkosten. Denn auch im Winter kann der Ziegel die Heizwärme gut speichern und in den Nachtstunden wieder an den Innenraum abgeben.

Einen zusätzlich kühlenden Effekt erzielen Sie, wenn Sie auch die Innenwände in massiver Bauweise errichten lassen. Denn gegenüber dem Leichtbau sorgen massive Innenwände für zusätzliche Speichermasse und somit ein ausgeglichenes Raumklima in Ihrem Zuhause.

Beschattung

Große Fensterflächen sind in der modernen Bauweise nicht mehr wegzudenken. Sie sorgen für lichtdurchflutete Räume und dienen im Winter als kostenlose und natürliche Wärmequelle. Doch dem Vorteil im Winter muss bei der Planung auch im Hinblick auf den Sommer Rechnung getragen werden. Denn die größte Wärmequelle eines Hauses sind die Fensterflächen. Deshalb gilt es darauf das Hauptaugenmerk zu legen. Eine Beschattung ist bei einer Südausrichtung unumgänglich, denn ohne diese wird das Haus unbewohnbar. Natürlich gibt es verschiedenste Möglichkeiten, am effizientesten sind Außenbeschattungen wie Jalousien bzw. Raffstores. Auch Markisen helfen gegen die sommerliche Hitze, zudem ermöglichen sie freie Sicht auf den Garten. Weit ausladende Konstruktionen beschatten neben den Fenstern auch noch die Terrasse. Die günstigste Variante bei der Außenbeschattung sind Rollladen, denn diese vermögen den Raum erheblich zu verdunkeln. Für Pflanzenliebhaber ist diese Variante aber eher nicht zu empfehlen.

Nicht zu empfehlen ist eine Innenbeschattung. Sie hat einen sehr geringen Wirkungsgrad und ist deshalb gerade bei Südseitenfenstern ungeeignet.

Ein Dachüberstand, ein Erker oder ein Balkon können die Beschattung auf natürliche Weise übernehmen – dies ist eine ideale Lösung. Bei einer gut durchdachten Planung kann es gelingen, dass die Fenster im Sommer beschattet werden und im Winter nicht. Denn im Winter möchte man die den Energie- und Wärmegewinn durch die Sonne doch nützen. Durch die unterschiedliche Höhe der Sonne – sie steht im Sommer hoch und im Winter tief – fallen die Sonnenstrahlen in unterschiedlichen Winkeln auf die Fenster.

Eine weitere sehr schöne Variante ist die natürliche Beschattung durch Bäume. Dafür müssen jedoch einige Parameter erfüllt sein. Der Abstand zum Gebäude und die Höhe des Baumes sind entscheidend. Außerdem eignen sich nur Laubbäume, da Nadelbäume im Winter die Räume zu sehr abdunkeln.

Wenn Sie neben den natürlichen Beschattungsmöglichkeiten auch technisch kühlen möchten, ist dies kein Problem. Wärmepumpen können heutzutage auch zum Kühlen verwendet werden. Allerdings bedarf es dafür einer speziellen Ausführung. Momentan ist dies noch mit höheren Kosten verbunden, sowohl in der Anschaffung als auch in der Erhaltung. Denn für das Kühlen bedarf es pro Grad dreimal mehr Energie als für das Heizen.

Bei einer gut durchdachten Planung und massiver Ausführung inklusive Außenbeschattung ist eine technische Kühlanlage auch nicht notwendig.

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Massiv schöne Grüße

Ihr Wienerberger Massivwerthaus Team

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By | 2018-08-09T07:26:51+00:00 09.08.2018|Massivwerthaus, Planungstipps, Wohngesundheit|0 Comments

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