Steildach oder Flachdach – die entscheidenden Merkmale und die Unterschiede

/, Massivwerthaus, Planungstipps/Steildach oder Flachdach – die entscheidenden Merkmale und die Unterschiede

Steildach oder Flachdach – die entscheidenden Merkmale und die Unterschiede

Wer einen Blick in eine durchschnittliche österreichische Gemeinde wirft, wird zwei wesentliche Dacharten vorfinden: das Flachdach und das Steildach. Beide Dachvarianten sind hierzulande anzutreffen und jede Art hat ihre Vor- und Nachteile. Welche das sind, haben wir für Sie im folgenden Beitrag zusammengefasst.

Die Fakten des Flachdachs

In der heutigen Zeit wird das Flachdach gerne in der kubistischen Architektur angewendet. Dieser Baustil wurde in den 60er Jahren geprägt und damals hauptsächlich bei Hochhäusern umgesetzt. Ende der 90er Jahre hat die Beliebtheit des Flachdaches zugenommen. Die Ursprungsform ist jedoch über 4000 Jahre alt und wurde bereits von den Babyloniern angewendet. In der Regel spricht man bei einer Neigung von bis zu 5 Grad von einem Flachdach.

Im Einfamilienhausbau wird das Flachdach meist als Warmdach ausgeführt. Dieses besteht aus einer Gebäudedecke, einem Gefällestrich, einer Dampfsperre, einer Dämmung, einer Ausgleichsschicht und einer Dachabdeckung wie z.B. Bitumen. Entscheidend hierfür ist eine sorgsame Ausführung, denn die Erfahrungen aus den 60er Jahren zeigen, dass Flachdächer bei unsachgemäßer Ausführung sehr fehleranfällig sind. Bei qualitativ hochwertiger Ausführung bieten Fachdächer aber durchaus Vorteile.

Die Vorteile des Flachdaches:

Optimale Flächennutzung: Das obere Geschoss kann ideal genutzt werden, da es keine Schräge gibt

Begrünung möglich:  Die Möglichkeit, sein Flachdach zu begrünen und es als Terrasse zu nutzen, gewinnt gerade im urbanen Raum an Bedeutung. Die Begrünung verbessert auch die Energie-Bilanz des Hauses.

Photovoltaik-Anlage lässt sich ideal ausrichten: Durch die flache Konstruktion des Daches lässt sich die Photovoltaik des Hauses ideal auf den Sonnenstand ausrichten.

Nachteile:

Höherer Wartungsbedarf:  Dichtungen und Dämmungen müssen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls repariert werden. Ansonsten drohen Wasserschäden in den darunterliegenden Räumen.

Geringere Individualisierung: Ein Flachdach beeinträchtigt die Möglichkeit der Individualisierung des Hauses.

Geringere Belastungen: Gerade in schneereichen Regionen und in schneereichen Wintern kann es zu Belastungsproblemen kommen.

Schwierige Genehmigungen: In manchen Gemeinden kann es auch zu Problemen bei der Genehmigung kommen, da Flachdächer sich nach Meinung mancher Gemeinden nicht ins klassische Ortsbild einfügen.

Die Fakten des Steildachs

Steildächer haben eine sehr lange Tradition. Unsere Vorfahren haben bereits vor über 10.000 Jahren dachähnliche Pulte aus Holz, Fellen und Gras konstruiert. Mit der Weiterentwicklung hin zu Steinhäusern bzw. ersten Ziegelhäusern gab es auch eine Weiterentwicklung in der Dachform. So wurde etwa das Satteldach zum Walmdach weiterentwickelt. Mittlerweile ist das Steildach von keinem Ortsbild mehr wegzudenken und gehört in Österreich zur beliebtesten Dachform. Bei einem Steildach gibt es unterschiedliche Neigungen, von einem Winkel von zehn Grad bis hin zu Dachwinkeln mit bis zu 60 Grad ist vieles möglich.

Das Steildach wird mittels Tragekonstruktion realisiert, das bedeutet es wird ein sogenannter Dachstuhl auf dem Gebäude errichtet. Dieser wird klassisch aus dem Naturbaustoff Holz hergestellt. Auf diese Konstruktion folgen die Sparrungen und die Latten. Diese Gesamtkonstruktion dient als Basis für die Dämmung und die Deckung. Die Deckung folgt meist aus klassischen und naturbelassenen Tonziegeln, welche viele Vorteile mit sich bringen.

Vorteile des Satteldachs:

Individualität:  Die Stil- und Design-Möglichkeiten bei einem Steildach sind unzählig. Sie können aus den unterschiedlichsten Farben wie klassischem Naturot, Anthrazit, Basalt und vielen anderen wählen – alles ist möglich. Zudem ist durch unterschiedliche Ziegelformen, Verlegmuster und verschiedenste Dachvarianten Individualität garantiert. Sie können Ihr Dach zum persönlichen Kunstwerk gestalten. Alle möglichen Farben und Formen des Ziegels finden Sie auf wienerberger.at.

Langlebigkeit: Ein gedecktes Steildach ist wesentlich langlebiger als ein Flachdach. Denn ein Dach aus Tondach-Ziegel hält über Jahrzehnte ohne notwendige Sanierungsarbeiten.

Sturmsicherheit: Aufgrund der Neigung wird verhindert dass die Sogkraft des Windes das Dach beschädigt. Ein Steildach ist deshalb weniger windanfällig.

Wertsicherheit: Ein Steildach mit massiven Dachziegeln gedeckt, sorgt für eine Wertsicherheit über Generationen.

Nachteile:

Wohnraumverlust bei steilen Satteldächern: Der nutzbare Wohnraum im Dachgeschoss ist durch die Schrägen verringert.

Eingeschränktes Tageslicht: Die Beleuchtung ist nur durch Dach- oder Giebelfenster möglich.

Wie Sie sehen, haben beide Dachvarianten ihre Vor- und Nachteile. Neben Ihrem persönlichen Geschmack ist auch die Lage entscheidend. Denn nicht überall ist ein Flachdach möglich.

Massiv schöne Grüße

Ihr Wienerberger Massivwerthaus Serviceteam

By |2019-09-27T06:49:51+00:0027.09.2019|Architektur, Massivwerthaus, Planungstipps|Kommentare deaktiviert für Steildach oder Flachdach – die entscheidenden Merkmale und die Unterschiede